Über die Schufa hört man nur selten Gutes. Viele Leute verteufeln sie. Ihren schlechten Ruf verdankt sie zugleich ihrer Daseinsberechtigung. Schließlich profitieren etliche Banken und Unternehmen von der Arbeit der Schufa.

Die Schufa, früher Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, gibt den Banken und Unternehmen Auskunft über die Kreditwürdigkeit der potenziellen Kunden. Aufgrund von Gerichtsurteilen ist die Handhabung mit diesen sensiblen Informationen jedoch eingeschränkt worden. Nur bei der konkreten Zustimmung der fraglichen Person darf die Schufa Auskünfte erteilen. Mittels dieser Auskünfte bewerten die Banken ob und, wenn ja, in welcher Höhe der Kunde kreditwürdig ist.

Dem Wunsch das Risiko bei Ausgabe von Krediten zu deckeln ist gut nachvollziehbar. Doch können die Handhabung und die Vormachtstellung der Schufa schwerwiegende Folgen haben. So kommt es vor, dass überschuldeten Kunden zunächst sämtliche Konten gestrichen werden und für sie anschließend keine Chance mehr besteht ein neues zu eröffnen. Infolgedessen besitzen viele Schuldner in Deutschland kein eigenes Girokonto mehr, was in der heutigen Zeit für den gesellschaftlichen Umgang katastrophale Folgen hat.

Mittlerweile hat jeder die Chance eine Selbstauskunft über seinen Schufa-Eintrag zu erhalten und ihn gegebenenfalls korrigieren zu lassen. Doch auch hier wird immer wieder Kritik laut. So verlangt die Schufa derzeit 7,80 Euro für eine schriftliche Selbstauskunft. Die kostenlose, mündliche Variante ist nur in Schufa-Büros in größeren deutschen Städten zu erhalten.

Auch kommt es dazu, dass Telekommunikationsunternehmen bei ausbleibenden Rechnungen mit einem Schufa-Eintrag drohen und ihn auch durchaus vornehmen, was einen Missbrauch des Schufa-Systems darstellt.

Aus diesen Gründen sind Schufaauskünfte stets mit Vorsicht zu genießen. Wer die Schufa bei der Eröffnung eines Kreditkartenkontos komplett aus dem Weg gehen will, muss sich für die stets im Guthaben geführten Prepaid-Kreditkarten entscheiden.